Archiv der Kategorie 'Was ist...'

Dubstep Family Tree


Klick! für in groß

Das Mixmag hat zusammen mit Joe Muggs diese Dubstep Grafik erstellt, anhand derer man die Entstehung und Weiterentwicklung des Genres sehr gut erkennen kann.
Wenn das jemand in größerer Auflösung findet, her damit! Einfach auf den Link unter dem Bild klicken, dann kommt ihr zur großen Version.

via SUB.FM

How to… start a record label

Das FACT Mag hat einige bekannte Labelchefs gefragt, was man braucht um ein Label zu starten und was ihre eigenen Beweggründe waren.
Neben aufmunternden Worten von Chris Farrell (Idle Hands):

I wish I’d known how easy it is – I would have done it years ago!

Finden sich auch wirklich gute Tips und Anregungen für den Labelchef von morgen. Also: DIY!

http://www.factmag.com/2012/06/23/how-to-start-a-record-label/

Was ist TRAP ?

Als Trap oder auch Trap Rap wird ein gewisser Rap Stil aus den amerikanischen Südstaaten bezeichnet. Die Texte rangieren zwischen peinlich und fremdschämen, beschäftigen sich eigentlich nur um das Dealen mit Drogen, deren Herstellung oder das viele Geld, das man dadurch verdient. Sehr beliebt sind auch Reime wie „Nigga“ auf „Nigga“.
2003 veröffentlichte der aus Atlanta stammende Rapper T.I. sein Album „Trap Muzik“ und gab dem Genre so den Namen. „Trap“ übersetzte T.I. damals als den Spot, an dem er Drogen verkaufte und an dem sich sein (Ghetto-) Leben abspielte.

Neuere Verteter des Genres sind unter anderem Gucci Mane, der unter anderem viel mit Diplo zusammenarbeitete und seit 2005 schon mehr oder weniger erfolgreich in den USA herumtourte.
Er half auch Waka Flocka Flame aus New York zu Berühmtheit und nahm ihn in seine Crew auf. Ebenfalls aus New York stammt A$AP Rocky, der 2011 mit einem (gratis) Mixtape namens „Live Love A$AP“ die Szene aufmischte.

Vier der Beats auf dem Mixtape wurden von Clams Casino produziert, einem 23-jährigen Produzenten aus New Jersey.
Und nun versteht man vielleicht auch langsam die lange Einleitung über (peinlichen) Südstaaten Rap.
Sieht man nämlich mal von den Texten ab, sind die Beats der Tracks fantastisch (einfach) gemacht.
Ein typischer Hip Hop Kopfnick Halfbeat auf 75 bis 80 BPM über die eine 808-Kick gelegt wird, die sich mit dem Bass doppelt und obendrauf gibt’s wahnsinnige orchestrale Synth Melodien. Dazu dann noch 16tel oder 32tel Hi Hats und Snare Rolls: Fertig ist der perfekte Trap Beat.
Ganz ähnliche Zutaten wie bei Footwork und Juke also. Doch wirkt Trap in weiten Teilen viel entspannter, ist ja auch irgendwie logisch, allerdings mischen die Produzenten teilweise auch viel entspanntere Samples oder Ambient-Melodien in die Tracks, welche bei Footwork nur lächerlich wirken würden.

Meine absoluten Lieblingsproduzenten derzeit sind der schon eingangs erwähnte Clams Casino, der sein Instrumental Mixtape gratis zum Download angeboten hat. Dieses wurde aber nach einigem an Hype noch einmal als limitierte Vinyl-Edition auf Type Records veröffentlicht. Mit ein wenig googlen findet man aber sicherlich noch einen Download Link.
Seine Rainforest EP auf Tri-Angle Records ist ebenfalls großartig, wenn auch nicht ganz so gut wie das Instrumental Mixtape.
Hier noch ein aktueller Mix, den er für die Radioshow von Benji B auf BBC Radio 1 gemacht hat: Clams Casino – BBC Radio 1 Guest Mix (04-25-2012).mp3

Ebenfalls auf Tri-Angle gesigned, geht Evian Christ noch einen Schritt weiter und loopt einzelne Phrasen unendliche Male über seine Beats. Sein Album „Kings And Them“ kann man auch gratis über die Website des Labels herunterladen und ich kann es wärmstens empfehlen.

Ein weiteres großes Talent ist Lunice aus Montreal. Er hat mit seinen zwei EPs auf LuckyMe bewiesen wie vielseitig und beeindruckend moderne Hip Hop Beats sein können. Er stoppt bei seinen Live Shows auch schonmal gerne den laufenden Track und verrät uns, wie man eine gute Suppe zubereitet.
Desweiteren hat er sich gerade mit Beatbastlter Hudson Mohawke zusammengetan und beide haben das Projekt TNGHT gegründet. Was da für ein bassgeschwängerter Urknall auf uns zukommt kann man bisher nur erahnen, erste Eindrücke vermittelt der Track „Bugg‘n“.

Klar das Hype-Maschine Diplo diesen Trend aus seinem Heimatland nicht lange ohne sein Zutun vorüberziehen lässt. Auf Mad Decent treibt derzeit das Duo Flosstradamus sein Unwesen. Über Footwork sind die beiden auch bei Trap gelandet und haben auch schon erfolgreich mit einigen Rappern zusammengearbeitet. Allerdings klingen viele ihrer Tracks zu sehr nach Warehouse-Trance gemischt mit Hip Hop. post-apocalyptic trap, wie sie es nennen. Es gibt aber auch einige Ausnahmen wie z.B. „Look At The Sky“.

Auch einige Footwork Produzenten haben den Weg hin zu Trap gefunden. Macht ja auch Sinn, wenn die eigenen Produktionen auf 160 BPM laufen und man einfach nur auf einen Halfbeat switchen muss.
Allen voran sei da Kuedo erwähnt, dessen Album ich vorher noch nie so richtig einordnen konnte aber einige Tracks passen wirklich gut in das Trap Schema. Seine Liebe zu diesem Genre hat er auch bei seinem Set im Boiler Room Berlin genügend zur Schau gestellt.

Ital Tek hat neuerdings auch immer mehr Beats auf 80 BPM im Gepäck, Om Unit war ja schon immer auf Hip Hop unterwegs und lässt sich von den neuen Einflüssen auch mitreissen.
Selbst bei eingefleischten Footworkern wie DJ Rashad oder DJ Spinn finden sich in aktuellen Mixtapes immer mehr Produktionen auf 80 BPM.
Wer jetzt noch mehr Lust auf den Sound hat, sollte sich mal diese Radioshow von Flosstradamus reinziehen, diesen Mix von Lunice hören oder bei soundcloud nach dem Tag „Trap“ suchen. Da gibt es immer ein paar frische Produzenten, die ihre Beats für lau raushauen!
Oder einfach meinen letzten Mix als musikalischen Einstieg auschecken: http://robynthinks.blogsport.de/2012/06/12/robyn-trap-bakk-juni-2012/

Was ist Moombahton?

2011 tauchte ein gewisser Musikstil auf Flyern, in Blogs oder Partygesprächen immer wieder auf: Moombahton.
Ich werde mal versuchen ein wenig zu erklären worum es sich bei diesem Phänomen handelt:

Im Herbst 2009 spielte der amerikanische Produzent und DJ Dave Nada auf einer Party und verlangsamte das Tempo des Songs „Moombah (Afrojack Remix)“ auf 108 BPM. Auf dieser Geschwindigkeit konnte er diesen House Track mit eingängigen Reggaeton Tracks mixen, da er auf einer Hausparty spielte und Schiss hatte ausgebuht zu werden wenn er einfach sein Ding (House / Techno) durchzieht. Den Leuten gefiel es und so arbeitete Nada zwischen Herbst 2009 und Frühjahr 2010 an der Perfektionierung dieses Musikstils. Ein Name war natürlich schnell gefunden…
Man blieb nicht nur starr bei den 108 BPM und einige andere Produzenten wie DJ Tittsworth wurden darauf aufmerksam und das ganze nahm seinen Lauf. Das ganze klingt ein bisschen so, als würde man vollgepumpt mit Ketamin auf einen Warehouse Rave gehen, alles ist so bunt und quietschig aber doch irgendwie langsam und schleppend, als würde da vorne kein DJ stehen sondern eher eine Schildkröte.

Don Fiya – Wild Life (Original Mix) by Don Fiya
AUTOEROTIQUE – TURN UP THE VOLUME (TORRO TORRO/BILLY THE GENT MOOMBAHTON MIX) by TorroTorro

Dem neuesten Scheiss so gar nicht abgeneigt, veröffentlichte Diplo im Juni 2011 eine Moombahton Compilation von Dave Nada. Heute sind viele Produzenten auf den Zug aufgesprungen und die neuen Helden heissen Munchi oder Dillon Francis.

Wer jetzt immer noch nicht genug hat, dem empfehle ich Diplo’s Moombahton Mix oder ein Interview mit Dave Nada zur Vertiefung in die Materie.

Was ist Donk?

via vbs.tv



HTML hit counter - Quick-counter.net