Archiv der Kategorie 'Release'

Meow the Jewels

Von den zahlreichen Möglichkeiten das neue Run The Jewels Album zu mitfinanzieren, hatte ich hier schon berichtet.
Eine davon war, dass Killer Mike und El-P das komplette Album in Katzengeräuschen nachbauen. Das sollte 40,000 Dollar kosten. Seit der Aphex Twin Caustic Window Geschichte, wissen wir alle wie sowas geht. Kickstarter Projekt gründen, viele geben ein bisschen, damit am Ende der Gesamtbetrag rumkommt. Wie man am Bild oben erkennen kann, war der erfoderliche Betrag innerhalb von 12 Tagen da und nun haben Killer Mike und El-P ’ne Menge Arbeit vor sich!

via FACT

Various – Expedition EP [NORD Label]

Das Nord Label hat sein nächstes Release angekündigt und das umfasst diesmal vier Tunes von vier Artists. Auch ILL_K vom ersten Release ist wieder mit an Bord, wenn auch mit etwas anderen Klängen.
Die Grundstimmung ist diesmal etwas düsterer, dystopischer und die Geschwindigkeit bewegt sich irgendwo im Rahmen Umfeld von 170 BPM… Alle Tracks sind experimentell, klingen sehr organisch und durchdacht.
Release Date steht anscheinend noch nicht fest, sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich euch informieren.

Diplo – F10RIDA [Big Dada]

Wer Diplo bisher nur unter neongrellen Moombahton Festival Trap Remixen verbucht hat, verfolgt das Schaffen von Thomas Wesley Pentz wohl noch nicht sonderlich lange. Denn bevor Mad Decent so richtig durch die Decke ging, schlug sein Herz für obskure Hip Hop Beats und schöne Melodien. Das beweist Diplo ganz eindrücklich auf seinem ersten Album Florida. (Für die Nerds: Ja, Sound & Fury war davor, aber das wurde nie von einem Label released, zählt also für mich nicht als Debüt). Zum Entstehungsprozess sagte er dem Rolling Stone:

I made Florida between a small apartment in Philadelphia and my mother’s house in Florida. I was working late nights and taking a bus through the city every night, smoking weed, putting on headphones and just making things I never heard before and could just imagine. Making this record created an entirely new world for me.

Viele vergleichen dieses Album mit den Werken von DJ Shadow, bentutzt Diplo in seinen Tracks doch auch viele klassiche Funk und Soul Samples und kreiert so ganz eigene, atmosphärische, instrumentale Hip Hop Tracks.
Warum erzähle ich euch das alles nun über ein Album, welches bereits 2004 erschien? Nun zehn Jahre nach dem Original Release erscheint eine Re-Issue des Albums auf Big Dada. Das Album heisst nun F10RIDA und es wird zusätzliche fünf Tracks enthalten, die es nicht auf das Original geschafft hatten. Oben kann man alle Tracks des Album streamen, bevor es dann am 28. November erscheint.

review: Flying Lotus – You‘re Dead! [Warp]

Das fünfte Album von Flying Lotus ist nun endlich draussen und seit 1983 hat sich eine Menge getan. Nur in einem ist Steven Ellison sich treu geblieben: Jedes seiner letzten vier Alben veröffentlichte er bei Warp Records.
William Gebert aka Tension hat sich seine Gedanken zum letzten Longplayer des L.A. Beatbastlers gemacht und seine Review ist hier der erste Gastbeitrag ever.

Mit seinem fünften Studioalbum widmet sich Steven Ellison aka Flying Lotus erneut seiner ganz persönlichen Definition der Jazz-Electronic-HipHop-Glitch Fusion. Nachdem er auf Cosmogramma bereits die Fühler ausstreckte und einige Elemente des Jazz in seine Werke einbaute, ist dies nun ein fester Bestandteil von You‘re Dead!. Betrachtet man Ellison’s familiäre Vergangenheit ist dieser Schritt nicht verwunderlich. Seine Großmutter arbeitete bei dem legendären Label Motown Records und war als Songeschreiberin, unter anderem für Diana Ross und Marvin Gaye tätig. Alice Coltrane, Ellison’s Großtante und Ehefrau von John Coltrane, war Jazzmusikerin und Pianistin. Flying Lotus führt diese Tradition nun auf seine ganz eigene Weise auf Warp Records fort.

Gleich zu Beginn gibt der aus L.A. stammende Produzent die Richtung an. Nach dem mächtigen Intro treffen in Tesla holprige Drums auf E-Gitarren und werden von Herbie Hancock (!) mit einem herrlich verspulten Rhodes Piano unterlegt. Und genau so geht es weiter: Scheppernde Drum Soli, Saxophon / Piano Passagen und oldschoolig anmutende Atari-In Game-Melodien wechseln sich mit dem FlyLo-typischen Sample Gewusel ab. High Score!
Eine kleine Ruhepause liefert Kendrick Lamar in Never Catch Me. Die Kollaboration mit dem US-Amerikanischen Rapper ruft durch das soulig gespielte Piano und Lamar’s Rap-und Gesangsparts eine Assoziation mit The Robert Glasper Experiment hervor. Nicht umsonst bekam genau dieser Track ein markantes und vielbeachtetes Video.

Trotz allem Jazz bleibt Flying Lotus aber auch auf dieser Platte dem Hip Hop treu. Dafür holte er sich Snoop Dogg als zweiten Rap Support ins Boot. Dieser gibt in Dead Men’s Tetris ein wunderbar lässiges Duett mit Ellison’s Rapper Alias Captian Murphy ab und liefert so eine psychedelische Glitch-Satire auf den Tod. Das Sterben und das was danach passieren könnte ist ein generelles Thema dieses Albums, so auch in Tracks wie Coronus, The Terminator, Siren Song (mit Sängerin Angel Deradoorian) oder The Protest zu hören, welche, einem filmischen Soundtrack gleich, den Übergang in einen anderen Zustand nicht schöner hätten symbolisieren können.
All dies macht You‘re Dead! zu einem grandiosen musikalischen Übergang, durch den hyperaktiver Jazz und Leftfield ähnliche Beats den Klangkosmos von Flying Lotus erweitern und in dem Altes mit neuem Bewusstsein fortgeführt wird.
Die Fusion ist geglückt!

Ich würde mich freuen in den Kommentaren eure Sicht der Dinge zu lesen! Seht ihr das ähnlich? Welcher Lieblingstunes begleitet euch? Steht Snoop Dogg für den Ausverkauf des Hip Hop oder hat FlyLo alles richtig gemacht?

Om Unit – Inversion EP [Metalheadz]

Om Unit hat seine neue EP auf Metalheadz angekündigt, die am 17. November auf Golides Label erscheinen wird. Die Tracks sind quasi eine Homage an den Sound in den sich Jim Coles als Teenager verliebte. Goldie selbst gab ihm ein paar DATs und Samples, womit wohl anzunehmen ist, dass sich die Tracks sehr stark in Richtung Jungle begeben werden. Da kam bei Om Unit ja bisher immer etwas geniales bei rum. Grey Skies Over Chicago oder Timelines begleiten mich seit dem Release eigentlich unaufhörlich in meinen Sets. Wie so oft bei Om Unit sagen mir die Tracktitel wenig, sind seine Tracks doch wirklich nur bei handverlesenen DJs im Umlauf und deswegen auch noch nicht totgespielt.
Und ich liebe es wenn sie eine EP ankündigen und dann sind da acht (!) Tracks drauf. Für mich schon ein Minialbum…

01. Touching Down
02. The War (feat. Jehst)
03. The Crossing
04. Layers
05. Bardo Realms
06. Understated
07. Parallel
08. Mystic

via XLR8R



HTML hit counter - Quick-counter.net