Take Ten – Exit Records

Okay. Neue Kategorie hier im Blog. Unter dem Stichwort „Take Ten“ werde ich ab sofort in unregelmäßigen Abständen immer zehn Tunes eines Labels oder Artists rauspicken und diese dann hier mit ein bisschen persönlichem Bezug und Hintergrundwissen auflisten. Den Anfang macht das Exit Records Label von dBridge.

Nachdem sich die erste Drum & Bass Boygroup Bad Company nach sieben Jahren gemeinsamen Produzierens 2005 endgültig trennte, machten dBridge und Vegas erstmal noch erfolgreich zu zweit weiter und manch anderer ging sowieso schon seine eigenen Wege.
dBridge hatte allerdings schon seit 2003 sein eigenes Label namens „Exit Records“ am Start und zog dort sein eigenes Ding durch. Ich werde die Labelhistorie chronologisch durchgehen und mich so von 2003 bis nach 2012 durcharbeiten. Alben und Compilations lass ich diesmal aus, sonst könnte ich mich nie und nimmer für 10 Tracks eintscheiden!


D-Bridge – Tradition [EXIT002]

Beginnen wir mit der Katalognummer 002. „Tradition“ gehört zu einem meiner allerliebsten Drum & Bass Tracks, denn hier passt einfach alles. Ein grandioses, zwei Minuten langes Intro, perfekter erster Drop, dicker Bass und schnelle Drums. Keine Ahnung, wie oft ich dazu schon mein Tanzbein geschwungen habe, dBridge brachte damals einfach die perfekte Alternative zu Wobble-Einöde oder Rave-Wahnsinn, die 2004 beide sonst groß im Kommen waren.


dBridge Vs Calibre – Hot Flush [EXITVS002]

Hier haben sich zwei Talente gefunden und etwas ganz eigenes kreiert. Und trotzdem hört man dem Track an, wer welches Element beigesteuert hat. Eine wundervolle, verträumte Melodie, dicker Bass und diese typischen Calibre-Drums runden diese Nummer ab.


Instra:mental & Nico – Horse [EXIT011]

2008 war das Jahr, in dem ich zum ersten Mal den Namen Instra:mental bewusst wahrgenommen habe. Mit dieser furztockenen Techstep Nummer haben sie sich sofort einen Platz in meiner Favoriten Liste eingespielt. Ich musste zwei Mal die Katalognummer und das Releasejahr checken, denn sowas hatte ich zuletzt von Ed Rush & Optical auf No U-Turn gehört. Kein Wunder eigentlich, ist die Nummer doch auch von Nico mitproduziert, seines Zeichens besitzer des geschichtsträchtigen Labels.


Spectrasoul – Insignia [EXIT016]

Wir springen per Mausklick in der Zeitleiste ein Jahr weiter. 2009. Das Jahr in dem dBridge und Instra:mental die Club Autonomic Podcasts starteten. Auf einmal gab es sie wieder, die Tracks mit minimalen Drumworks, genialen Melodien und ausgearbeiteten Konzepten. Einer der Hits dieser Zeit ist Spectrasoul’s „Insignia“. Es fiel mir sehr schwer, mich hier zu entscheiden weil auch die A-Seite ganz wunderbar ist und das Vocal zu der Zeit wirklich einzigartig im Drum & Bass war. Allerdings krieg ich bei der Melodie von „Insignia“ doch immer noch eine Gänsehaut und habe den Podcast so oft gehört, dass ich den Track nicht mehr höre kann, ohne das gleichzeitig die Club Autonomic Voice Overs in meinem Kopf abgespielt werden. Für mich ein Qualitätsmerkmal.


Abstract Elements – Abysmal Depth [EXIT019]

Wo wir grad beim minimalen sind: Besser als Bop & Diagram aus St. Petersburg kann man es wohl kaum machen. Klicks, Blips und vor allem: BASS! youtube wird dem Sound mal wieder nicht gerecht, ich bin ausgeflippt, als ich Jon Convex in Köln gesehen habe und er den Tune gedroppt hat und der Subbass meinen Brustkorb zerdrückt hat.


dBridge – So Lonely [EXIT028]

2011. dBridge hat mittlerweile den Bindestrich aus seinem Namen genommen und arbeitet nun (nach einer Aufforderung von Calibre) viel mehr mit seiner eigenen Stimme.
Der Track bringt perfekt die Emotionen des Titels rüber, dBridge bastelt dazu dann genau die richtigen Beats und obendrauf gibt es noch einen beklemmenden Remix von Consequence und die fröhlichere Variante von Morgan Zarate.


Synkro & Indigo – Guidance [EXIT031]

Über dieses 4 Minuten und 38 Sekunden lange Meisterstück will ich gar nicht viel Worte verlieren. Musik so schön, dass einem die Tränen kommen.
Habe ich intensiv gehört, als ich in St. Petersburg war und ist deshalb im Gehirn fest verknüpft mit blauer Stunde und östlicher Melancholie.


Velvit – Chic Anatomy [EXIT033]

dBridge legt sich mal kurzerhand ein neues Alias zu und verknüpft seine bisherige Drum & Bass Erfahrung mit seinen Einflüssen. Klingt deshalb auch irgendwie ein bisschen retro und old school, passt aber perfekt.


Dub Phizix & Skeptical feat. Strategy – Marka [EXIT037]

Wohl DER Tune auf Exit Records mit dem meisten Hype. Erstmals von dBridge auf Rinse.FM gespielt, verrät er weder Artists noch Titel, nur das er auf Exit erscheinen wird.
Dann ein 10 Sekunden Teaser Video mit Strategy im Indianerkostüm, aber ohne Musik, dann endlich irgendwann das „Official Video“ und dann das Release.
Dem Tune hat es nicht geschadet find ich, aggressiver aber doch entspannter Flow auf Halftime Beats und fiesem Drücken in der Magengrube.
Wer schon immer mal wissen wollte, was da eigentlich so erzählt wird, der checkt die lyrische Interpretation von Mistajam.


Fracture feat. Dawn Day Night ‎- Get Busy [EXIT040]

Willkommen in 2012. Fracture beschert uns seine ganz eigene Mischung aus aktuellen Trends und alten Sounds und nennt das dann „Jungle Juke“. dBridge beweist mal wieder seine Qualitäten als Labelchef und signed das Ganze recht zügig. Ich weiß nicht, ob ich in acht Jahren auf den Track zurückblicken werde und ihn immer noch feiern werde, wie z.B. den oben genannten „Tradition“ Track von dBridge aber für den Moment erfüllt er seinen Zweck ziemlich gut.

So. Das waren meine 10 Lieblingstracks vom Exit Label. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen noch etwas neues zeigen und die kleine musikalische Reise hat euch gefallen.
Ich würd mich über eure Exit Lieblingstracks in den Kommentaren sehr freuen! Also haut rein!

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7 Antworten auf “Take Ten – Exit Records”


  1. 1 the030 23. Oktober 2012 um 18:14 Uhr

    01. L.I.S. – The Key // einer der ersten tunes den ich gekauft hab abseits vom harten dnb-zeug. (aber nicht weiter sagen!)

    02. Consequence – Feelings Like We Do // Alleine schon wegen des Samples von Lamb. Aber auch weil damit klar war wo es hingeht.

    03. SpectraSoul – Melodies //weil ich das vocal noch ertrage und dieser tune noch immer alles hat. sehnsucht. schmerz. tiefe.

    04. dBridge – Love Hotel // er hat noch mehr tiefe mitgebracht.

    05. Synkro – Progression (Indigo Remix) // Indigo!!!! was für ein talent!?!

    06. Loxy & Resound – Black Hole // Stumpf ist Trumpf! und die gibt es mit der nummer sogar in der Geschmacksrichtung Deepness!

    07. Velvit – Chic Anatomy // Diese Sounds & schweren beats.
    die flip zeigt mal wieder die größe dbridges.

    08. Clarity – Off The Cuff // Hypnotischer Sound

    09. Amit – Kritical // dBridge baut sich einen Backkatolg für Futuresound-Retro-Electro-Boogaloo-Parties auf.

    10. Indigo – The Root // Indigo! ein großartiger Produzent, toller Remixer und guter Mensch!

  2. 2 robadrop 23. Oktober 2012 um 18:34 Uhr

    sehr gute idee!!

  3. 3 r0byn 23. Oktober 2012 um 18:45 Uhr

    @the030: danke fuer deine liste. mensch den progression remix hab ich glatt vergessen!!! und die anderen sind natuerlich auch alle dufte. hast halt nen exzellenten geschmack! ;)

    @robadrop: danke! :)

  4. 4 maximum black 24. Oktober 2012 um 0:10 Uhr

    01. consequence – rolling supreme
    02. instra:mental – scene 3
    03. asc – stutter
    04. dbridge – the dim light
    05. code 3 – living proof
    06. joe seven – untitled monotron
    07. consequence – splinter
    08. dbridge – decayed
    09. consequence – dub bounce
    10. clarity – off the cuff

    note: hätte die umfrage ein halbes jahr eher stattgefunden, wäre „marka“ sicherlich unabdingbar für eine etwaige mittelplatzierung gewesen, aber nach derartigem hype muss ich mich nun doch ersteinmal ein stück weit davon entfernen. ;)

  5. 5 Dirk 25. Oktober 2012 um 15:29 Uhr

    gute neue kategorie. gefällt mir!

  6. 6 vogel 28. November 2012 um 1:29 Uhr

    made my day. danke

  1. 1 Rave News Trackback am 23. Oktober 2012 um 17:50 Uhr
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